Aufmerksamkeit in der Pflege

Wenn ich nicht sprechen und mich nicht bewegen kann,
weil ich krank im Bett liege,

und wenn ich dann Durst habe,
aber mir selbst nichts holen kann,

dann bin ich heilfroh,
wenn jemand
das merkt,

und

ein Glas zur Hand nimmt,
zur Wasserleitung geht,
das Glas mit Wasser füllt,
einen Strohhalm hineingibt
und ihn mir an die Lippen hält.

Ich danke all den Aufmerksamen,
die zuerst meinen Schlaf so gut begleitet
und mir dann etwas zu trinken gegeben haben.

© Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main.
Aus: Guschlbauer, Brigitte: Von Augenblicken und Ewigkeiten, 2018, S. 10